Das war unser Konzept: "Neues Wohnen" in Lingen
Mit „Neues Wohnen“ wollten wir an der Gelgöskenstiege ein innovatives, kleinteiliges Wohnquartier schaffen – bewusst nicht als maximale Grundstücksausnutzung, sondern als Leuchtturmprojekt für neue Wohnformen in Lingen.
Geplant waren Tiny Houses, schmale Townhouses, Mikroapartments und ein Baukompetenzzentrum für Architektur, Statik und weitere Baudisziplinen. Ergänzt werden sollte das Quartier durch ein nachhaltiges Energiekonzept mit Photovoltaik, Batteriespeichern und grünem Wasserstoff.
Die Idee dahinter war einfach: Bezahlbarer Wohnraum entsteht im Neubau nicht durch billigere Quadratmeter, sondern durch kleinere, intelligent geplante Einheiten, weniger Flächenverbrauch und neue Wohnmodelle.
Dieses Konzept wollte die Lingener Politik leider nicht unterstützen.
Wir mussten daher eine alternative Bebauung für unser eigenes Grundstück beantragen: drei klassische Mehrfamilienhäuser.
Doch auch diese Bauanträge wurden zunächst abgelehnt. Es folgte ein fast dreijähriges Gerichtsverfahren. Am Ende hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg zugunsten der Schaper Wohnkonzept GmbH entschieden: Die Stadt Lingen wurde verpflichtet, die drei Baugenehmigungen zu erteilen und die Verfahrenskosten in beiden Instanzen zu tragen. Eine Revision wurde nicht zugelassen.
Aus einem innovativen, kleinteiligen und weniger dichten Wohnkonzept wird damit nun voraussichtlich eine konventionelle Mehrfamilienhausbebauung. Für uns ist das wirtschaftlich die bessere Lösung – für Lingen wäre das ursprüngliche Konzept aber die mutigere und städtebaulich spannendere gewesen.

